Selbstannahme. Selbstfürsorge. Selbstmitgefühl. Frau blickt in Spiegel.
#achtsam

Selbstannahme: Was sehe ich?

Lesedauer: 3 Minuten


Ich blicke in den Spiegel und sehe kurze Beine, zu dünne Arme, wenig ausgeprägte Augenbrauen und leicht schiefe Zähne im Unterkiefer. All dies sehe ich, doch es macht mir nichts. Nicht mehr. Ich habe es gelernt, mir liebevoll zu begegnen. Bis vor einigen Jahren konnte ich das nicht, da wollte ich anders aussehen. Ich weiß, dass es vielen so geht. „Ach, ich bin doch so dick“. „Wenn ich doch nur mehr Muskeln hätte, dann…“. „Ich hätte gerne solche Kurven wie du“. „Du bist viel schöner als ich, mit dir kann ich nicht mithalten“. All dies habe ich selber schon einmal gesagt, oder in meinem engsten Familienkreis gehört.

Wenn wir die Gedanken voller Selbstzweifel abschalten würden, was bliebe über? Vermutlich Leere. Oder ist dort mehr?

Was wäre, wenn wir all diese Gedanken einfach abstellen könnten? Dann wäre dort eine Leere in unserem Kopf. Ein großes Loch voller Nichts. Wir Frauen tragen solche Gedanken nämlich ständig mit uns herum.

(Männer übrigens genauso…)


Was also, wenn diese Gedanken weg wären? Es würde Stille herrschen. Fast überall. Nur bei einigen Frauen wäre noch folgendes zu hören: „Ich bin wundervoll“. „Ich bin mutig“. „Ich bin stark“. „Ich nehme mich so wie ich bin“, „Ich liebe mich“.

Diese Frauen wären sicherlich ein Querschnitt der Gesellschaft und trotzdem nur eine Handvoll. Es wären große Frauen, kleine Frauen, Frauen mit Narben, Frauen mit wenig Brüsten, mit trainierten Bäuchen und Bäuchen, die vor kurzem noch ein Kind in sich trugen. Sie würden wir in der Stille noch hören. Und während einige von ihnen flüstern, würden andere vielleicht sogar rufen: „Ich liebe mich“

„Ich liebe mich“ – bin ich jetzt selbstverliebt?

Was früher als überheblich abgetan wurde, ist zum Trend geworden. Wir sollen uns selber lieben. Wir sollen unseren Körper lieben, ihn annehmen und gut finden, so wie er ist. Wir zeigen uns ohne Filter und ungeschminkt. Sollen unsere Pickel zelebrieren und auf perfekte Frisuren verzichten. Wir sollen dies, wir sollen das. Dankbar sein für unseren Körper.

Wir „sollen“ so vieles. Wie wäre es mit….Stille?

– Stille –

Einfach mal horchen, was da in uns steckt? Was da in uns schlummert? Vielleicht sind wir noch nicht bereit, ohne Schminke durch die Gegend zu laufen? Vielleicht sind wir auch nicht bereit, jede Delle unseres Körpers anzunehmen? Vielleicht sind wir sogar Kilometer davon entfernt, uns irgendwie gut zu finden. All dies ist ok.

Wir sind richtig, so wie wird sind. Wir sind sogar gut so, wie wir sind. Wir müssten uns dessen nur bewusst werden.

Wenn wir das schaffen würden, dann würden Selbstzweifel keine Rolle mehr spielen. Dann wären auch die liebevollen Gedanken im Kopf lauter.

Sich selber zu akzeptieren, sich anzunehmen oder sich gar zu lieben ist aber unglaublich schwer, wenn man es nicht regelmäßig übt.

Wir können Selbstannahme üben

Ja, wir können Selbstannahme, Selbstfürsorge und Selbstliebe tatsächlich üben. Wie einen Muskel können wir unsere Gedanken beeinflussen und formen. Wie das geht, werde ich euch in den nächsten Wochen Stück für Stück zeigen. Jedenfalls werde ich es versuchen. Ich selber stecke ja auch noch am Anfang meiner Reise zu mehr Selbstmitgefühl.

Wer Lust hat sich inspirieren zu lassen & Instagram nutzt, dem kann ich die Accounts von @charlotte_weise und @rebeccachelbea empfehlen. Seit dem ersten Tag, an dem ich sie entdeckt habe, bereichern sie meinen Alltag und begleiten mich auf meinem Weg zu mehr Selbstmitgefühl.

„Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land? „Wir ALLE“.


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