Frau meditiert in der Natur. Selbstmitgefühl. Wenn die Gedanken während der Meditation abdriften.
#achtsam,  #gast

Meditation ist einfach, gleichzeitig nicht leicht.

Lesedauer: 3 Minuten

Wenn ich meditiere geht mir vieles durch den Kopf. Meine Gedanken driften ständig ab. Kennst du das auch? Wie wir damit entspannter umgehen können, beschreibt meine Freundin, die Achtsamkeitslehrerin Mascha von www.monkeymind.love.


Ich spüre, wie der Bund meiner Hose sich langsam nach außen wölbt. Es ist ein angenehmes und unangenehmes Gefühl zugleich: ich spüre Weite in meinem Bauch und Enge an meiner Haut; mein Körper bewegt sich ganz langsam, die Bauchdecke hebt und senkt sich ganz von allein, ich muss gar nichts dafür tun. Ich atme. Ich sitze einfach da und atme. Ein und aus. Mehr mache ich gar nicht; ganz einfach, oder?!

Ich erinnere mich plötzlich daran, dass ich noch den Geburtstagskuchen für meinen besten Freund backen will. Er mag Erdbeeren total gern. Dann soll es einen Erdbeerkuchen geben! Es gibt doch dieses eine Erdbeerfeld da ganz in der Nähe, könnte ich morgen mit dem Bus hinfahren. Mist, meine Monatskarte ist abgelaufen. Muss ich mich unbedingt drum kümmern, noch eine neue kaufen. Oder doch lieber das Monatsabo? Das ist aber auch ganz schön teuer… Oder ich fahre einfach Fahrrad!? Wollte mich ja eh ein bisschen bewegen, hab ich auch echt nötig. Gestern die Pizza hätte nicht sein müssen. Und die Gummibärchen. Vielleicht würde die Hose dann auch nicht so eng sitzen und das Atmen etwas leichter fallen. Ach ja, das Atmen. Ein und aus. Bauchdecke hebt sich. Bauchdecke senkt sich.

Was man von außen nicht sieht

Mein Körper bewegt sich nicht, aber mein Inneres fährt Achterbahn. Ich wünsche mir mehr Ruhe, möchte aus dem Gedankenkarussell aussteigen und die Stille um mich herum wirklich genießen. Mir fällt es schwer, mir einfach mal erlauben, nichts zu tun.. Ohhhh, da, plötzlich- ein kurzer Moment der Stille. Aber jetzt kribbelt mein Fuß irgendwie. Das nervt. Sollte ich mich anders hinsetzen? Darf man das? Das Kribbeln wird auch immer stärker. Das halte ich nicht aus. Ich setze mich anders hin… Oder nicht? Machen das die Anderen auch? Ich höre zumindest keine Bewegungen im Raum, tut denen denn nichts weh? Mal eben die Augen aufmachen und kurz blinzeln. Nee, sitzen alle wie perfekte Mönche und Nonnen da und tun nichts, atmen einfach. Na toll. Dann atme ich eben auch weiter. Ein und aus. Bauchdecke hebt sich, Bauchdecke senkt sich. Fuß kribbelt.

Nichts tun und einfach nur zu atmen, aus dem Tun-Modus in den Sein-Modus zu kommen, ist gar nicht so leicht, wie ich gedacht habe. Ständig sind da Gedanken, Gefühle, Schmerzen oder Geräusche, die mich vom „Nur-Sein“ abhalten. Ich komme schwer zur Ruhe. Der Mann neben mir atmet laut. Warum? Kann er nicht bitte versuchen, es uns allen hier im Raum etwas angenehmer zu machen? Oder muss ich auch so laut atmen? Nee, davon war nicht die Rede. Einfach nur dasitzen und zur Abwechslung mal nichts tun. Hm… Mein Magen grummelt. Schon wieder Hunger. Und was ist das für ein Geräusch? In der Etage über uns läuft jemand mit ziemlich lauten Schritten entlang und vom Fenster her höre ich Stimmengewirr und ein lautes Auto vorbeiknattern. Atmen? Daran ist gerade nicht zu denken. 

Es ist völlig ok, dass deine Gedanken abdriften

Ich höre eine Stimme im Außen sagen: „Es ist ganz normal, dass da Gedanken sind. Lass sie einfach ziehen wie Wolken am Himmel. Sie kommen und sie gehen auch wieder. Du musst gar nichts tun.“ Und diese Worte helfen mir dann endlich dabei, innerlich ein Stück weit loszulassen, anzukommen, und einfach nur hier zu sein, im Jetzt, meinen Atem wahrzunehmen, einzuatmen und auszuatmen. Einfach nur zu sein. Bauchdecke hebt sich, Bauchdecke senkt sich. Mehr nicht. Einfach, gleichzeitig nicht leicht.


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Frau meditiert am See. Wenn die Gedanken während der Meditation abdriften.

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